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Zwist

Der Prediger und Gott haben sich gestritten.

Der Prediger meint, ein Gott der angebetet werden will ist eitel. Und ein eitler Gott ist schwach. Und schwach ist der Prediger selber.
Gott meint, er sei ?berhaupt nicht eitel, aber ihm st?nde als Gott zumindest etwas Wertsch?tzung zu. Er wolle ja keine Menschenopfer mehr. Oder Kirchen. Oder Keuschheitsgel?bde. Das sei ihm eh schon alles zu langweilig. Aber so ein bi?chen "Oh du mein Gott!" und auch hin und wieder ein "Erbarme dich unser..." das w?r halt schon nett.

Der Prediger kann ?ber so was nur lachen. Er meint, wenn es Gott einf?llt und er will uns, seine Sch?pfung, nicht mehr lieben, dann k?nne er uns ja vernichten. Heutzutage w?rden die Menschen, genau wie damals, nur die Sprache der Gewalt verstehen. Ein bi?chen beleidigt am Bart zupfen und einen Hurrikan ?ber die Karibik schicken w?rde heutzutage nicht einmal mehr die Katholiken im Peterspalast erschrecken.

Aber Gott ist halt altmodisch. (Eitel will er ja nicht sein) Und er ist ?ngstlich. Er hat Angst, sich der Frage zu stellen, die seine weitere Existenz bedroht: Wie sieht der Gott des 21. Jahrhunderts aus?
Der Prediger ist da beinhart. Bis Gott sich nicht entschieden hat, wie es weitergehen soll, gibt es keine Gottesfurcht mehr. Und Gebete sind sowieso gestrichen.
4.8.05 18:32





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