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     Masterknef






Einsamkeit oder Das Fehlen des anderen

Gott ist einsam. Er wei?, dass noch viele an ihn glauben, aber das ist nicht mehr das selbe wie verehrt zu werden. Wieviele Menschen waren fr?her mit Gedanken bei ihm - umgekehrt: Er in Gedanken bei ihnen. Immer, stellten sie sich vor, immer ist Gott in meiner N?he, pa?t auf mich auf, richtet und r?cht mich.
Ja, Gott hatte viele Kumpels.

Doch nun, wie sieht das im Jahr 2005 aus. Kurz (naja, nicht ganz so kurz aber durchaus nicht mehr lange) vor Weihnachten. Der Tag des Herrn r?ckt n?her.
Gott f?rchtet sich vor Weihnachten. Er hat n?mlich niemanden mit dem er feiern kann.

Ja fr?her, da verbrachten Gott und der Prediger ihre Weihnachtsabende miteinander. Machten sich Geschenke, sangen Weihnachtslieder und a?en Karpfen. - Gott bekommt ganz feuchte Augen, wenn er daran denkt.
Jetzt ist er nicht mehr da der Prediger. Doch, schon noch da, aber nicht mehr f?r Gott. Wegen einer Nebens?chlichkeit haben sich die beiden gestritten. Der Prediger ist stur, fast noch sturer als Gott, aber das w?rde nat?rlich keiner der beiden zugeben. So ?berlegt Gott nun, wer heuer f?r den Prediger einspringen k?nnte.
Den verblendeten Bayern mag er ja nicht so und auch die anderen Katholiken sind alles andere als tolle Partyg?ste.

"Prediger?" - "Hmm?" "Prediger, ich bins, Gott." - "Ja, ich wei? schon wer du bist. Was willst du?" - "Wollen wir uns wieder vertragen?" "Verzichtest du auf den Kirchenbeitrag?" - "Aber..." - "Entweder - oder, Gott. Du hast die Wahl."- - "Verd... Ok, ich will ihn eh nicht, diesen verfl... Beitrag, sollen sie ihn doch behalten, diese sch... Christen! HerrgottSakra, was ich mir noch alles bieten lassen mu?! Aber gut, gut, alles, wenn du nur wieder zu mir kommst, Prediger. Ich brauche dich!" - "Ich brauche dich doch auch, Gott. Mein Gotti, Gotti..."

Fein alles wieder porno zwischen Gott und dem Prediger.
3.11.05 21:11


Der Prediger ist wieder da. Gott mu?te Federn lassen, dass kann er euch sagen...
2.11.05 14:43


Zwist

Der Prediger und Gott haben sich gestritten.

Der Prediger meint, ein Gott der angebetet werden will ist eitel. Und ein eitler Gott ist schwach. Und schwach ist der Prediger selber.
Gott meint, er sei ?berhaupt nicht eitel, aber ihm st?nde als Gott zumindest etwas Wertsch?tzung zu. Er wolle ja keine Menschenopfer mehr. Oder Kirchen. Oder Keuschheitsgel?bde. Das sei ihm eh schon alles zu langweilig. Aber so ein bi?chen "Oh du mein Gott!" und auch hin und wieder ein "Erbarme dich unser..." das w?r halt schon nett.

Der Prediger kann ?ber so was nur lachen. Er meint, wenn es Gott einf?llt und er will uns, seine Sch?pfung, nicht mehr lieben, dann k?nne er uns ja vernichten. Heutzutage w?rden die Menschen, genau wie damals, nur die Sprache der Gewalt verstehen. Ein bi?chen beleidigt am Bart zupfen und einen Hurrikan ?ber die Karibik schicken w?rde heutzutage nicht einmal mehr die Katholiken im Peterspalast erschrecken.

Aber Gott ist halt altmodisch. (Eitel will er ja nicht sein) Und er ist ?ngstlich. Er hat Angst, sich der Frage zu stellen, die seine weitere Existenz bedroht: Wie sieht der Gott des 21. Jahrhunderts aus?
Der Prediger ist da beinhart. Bis Gott sich nicht entschieden hat, wie es weitergehen soll, gibt es keine Gottesfurcht mehr. Und Gebete sind sowieso gestrichen.
4.8.05 18:32


sms an: Gott
Absender: der prediger

"Hallo Gott! - Ich bin raus."
26.6.05 22:55


Der Terrorismus ist die Weiterentwicklung der Moral.

Die pers?nlichen Grunds?tze der menschlichen Ethik werden aufgehoben f?r ein abstraktes Ziel: den Sieg gegen den Feind - egal um welchen Preis.
Der Mensch ist nur noch Teil des ideologischen Kollektivs und damit rechte- und richtungslos.
Das Kollektiv bewegt sich unaufhaltsam in eine Richtung. Diese Richtung gibt aber nur einer vor - der Feind.
29.5.05 10:12


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