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     Masterknef






fehler im system

ich stehe an.

an meiner angst

an meiner unvollkomenheit

 

da ist kein licht

und auch kein luftzug

und kein weg daran vorbei

 

fehler im system

fehler im system

 

keine lösung

hab keinen zugriff

alles ist versperrt

 

es wiederholt sich

wiederholt sich

endlos wiederholt sich

 

fehler im system

fehler im system

 

erst die freude

danach die angst

endlich die akzeptanz des seins

 

nicht mal du

du heller stern

kannst diese welt erleuchten

 

fehler im system

fehler im system

8.10.08 12:55


Der Prediger belehrt Gott über die Wichtigkeit des Namens.

Prediger: Gott?

Gott: Ja, Prediger?

Prediger: Wie wichtig ist eigentlich der Name eines Menschen?

Gott: Willst du eine ehrliche Antwort?

Prediger: Na klar!

Gott: Ziemlich unwichtig.

Prediger: Aber jeder von uns hat doch einen Namen! So unwichtig kann er also nicht sein.

Gott: Das stimmt, für die menschliche Gesellschaft sind Namen unerlässlich. Mit Namen bezeichnen die Menschen Dinge und Menschen, um sie gegeneinander abzugrenzen, um sie unterscheiden zu können, um über sie mit anderen reden zu können und um sie direkt anzusprechen. Aber für den Menschen selber, für das Individuum, für das jeweilige „Ich“ ist ein Name völlig unwichtig.

Prediger: Wie meinst du das? Der Name gehört doch zu einem jeden dazu. Ich bin der Prediger, „Kevin“ ist „Kevin“ und „Melanie“ ist „Melanie“.

Gott: Ja, für andere. Wenn wir von dem Bild reden, das andere von dir haben dann gehört da in erster Linie dein Name dazu, dann die Erfahrungen, die sie mit dir gemacht haben und die persönlichen Details, die du ihnen von dir erzählt hast. Aber wenn wir von dem Bild reden, dass du von dir selber hast, dann gehört da der Name nicht dazu.

Prediger: Wieso nicht?

Gott: Du als Person alleine bestehst aus deinem Körper, deinen Erfahrungen, deinen Wünschen, deinen Ängsten, deiner Einstellung zum Leben, deiner Liebe und deinem Hass. Diese Dinge machen dich als Person aus. Würdest du alleine, ohne menschliche Gefährten leben – du bräuchtest keinen Namen, aber du wärst trotzdem „Du“.

Prediger: Stimmt, da hast du recht. Aber...

Gott: Ja?

Prediger: Du kannst den sozialen Aspekt des Menschen nicht einfach so ignorieren. Denk an Aristoteles und das „Zoon Politikon“, der Mensch definiert sich nunmal auch durch seine Rolle in der menschlichen Gesellschaft und zu dieser Rolle gehört auch ein Name!

Gott: Hmm... Wenn ich damals gewußt hätte, dass mir dieser Aristoteles immer wieder dreinfunken wird...Ja, du hast gar nicht so unrecht Prediger...

Prediger: Ich weiß...

Gott: Also dann kann der Name eines Menschen doch ein Bestandteil seiner Person sein.

Prediger: So ist es. Also doch nicht so unwichtig.

Gott: Nein, nicht unwichtig. Gute Nacht Prediger!

Prediger: Gute Nacht, Gott!

22.9.08 23:35


Der Prediger hat es satt.

Prediger:  Gott?
Gott:        Ja, Prediger?
Prediger:  Wie hältst du es eigentlich aus, ständig den Menschen bei der Zerstörung deiner Schöpfung zusehen zu müssen?
Gott:        Also um mal was klar zu stellen: Ich MUSS gar nichts. Ich bin aller Anfang und Ende. Ich bin Gott. Ich bin der verdammte scheiss Boss! Schon vergessen?
Prediger:  Jaja, schon gut. Reg dich wieder ab!
Also anders gefragt: Warum tust du nichts gegen die Zerstörung des Planeten?
Gott:        Schau, lieber Prediger. Bevor ich die Welt geschaffen habe war da nichts. Und wenn die Welt einmal vom Menschen zerstört ist, wird da auch nichts sein. Wozu also künstlich aufregen?
Prediger:  Na, weil eine deiner kleineren Schöpfungen deine grosse Schöpfung kaputt macht.
Gott:        Woher willst du wissen, dass nicht der Mensch meine grösste Schöpfung ist?
Prediger:  Weil der Mensch im Vergleich zum Planeten nur ein klitzekleines Würstchen ist!
Gott:        Ein einzelner Mensch schon, aber die Menschheit als ganzes ist doch viel mehr. Sie schafft es, sich dem Planeten anzupassen, um überall auf ihm zu überleben. Und wo sie sich dem Planeten nicht anpassen kann, da verändert sie eben den Planeten selbst. Das ist doch was, das musst sogar du zugeben!
Prediger:   Ja schon, aber wenn ich mir ansehe auf welche Weise der Mensch seine Umwelt „verändert“ dann kommt mir das Kotzen. „Zerstört“ wäre der treffendere Ausdruck!
Gott:        Das sind doch Haarspaltereien. Was ist schon „gut“ und „schlecht“? Doch wohl nicht viel mehr als Kategorien, die der Mensch erfunden hat. Welche Bedeutung sollten die auf die Welt außerhab des menschlichen Geistes haben?
Prediger:  Ok, schon gut. Punkt für dich. Aber dann lass uns eben die Handlungen des Menschen nicht ethisch beurteilen sondern nach den Auswirkungen, die sie auf die Welt haben. Soll der Mensch bitteschön tun was er will, solange es ihn selber betrifft. Und komm mir nicht mit dem Argument, dass die Menschheit auch so tolle und gute Dinge erfunden hat wie, Kunst, Literatur und Musik. Das, lieber Gott, interessiert ausser dem Menschen wohl niemanden! Ölpest, Klimwandel und Tierquälereien sind die Dinge, die bleibenden Eindruck auf dem Planeten hinterlassen!
Gott:        Prediger, ich sehe, du bist ein braver Christ und ein guter Mensch. Und ich verstehe was dich so sehr stört. Darum hör mir zu: Es stimmt. Der Mensch zerstört systematisch den Planeten, auf dem er lebt. Er ist für sämtliche warnenden Stimmen taub. Das Problem ist: der Mensch lebt zu kurz. Alle katastrophale Erfahrungen, die er in seinem mickrigen Leben macht, fahren mit ihm ins Grab. Natürlich weiss er von den schlimmen Dingen, die in der Vergangenheit passiert sind. Aber er hat sie nicht am eigenen Leibe erlebt. Deswegen hat er auch keine Angst davor.  Jede neue Generation müsste diese Erfahrungen auf ein neues machen, nur leider fügt sie dadurch auch dem Planeten immer neue Wunden zu. Hier stehen sich zwei fundamentale menschliche Eigenschaften gegenüber: Vernunft und Furcht. Die Vernunft ist zu schwach, um die Menschheit als Kollektiv zu beeinflussen und Furcht verspürt der Mensch meist erst dann, wenn es schon zu spät ist.
Prediger:  Du meinst also, die Menschheit sitzt der Illusion auf, dass sie mit ihrer Vernunft gegen alle Gefahren gewappnet ist und deswegen läuft sie offenen Auges in ihr Verderben?
Gott:        Genau.
Prediger:  Also müsste die Menschheit wieder einmal richtige Furcht erleben?
Gott:        So ist es.
Prediger:  Dann erklär mir doch bitte eines:
Gott:        Ja, aber gerne doch, Prediger.
Prediger:  Der einzige, der der Menscheit wieder so richtige Furcht einflößen könnte, bist du. Warum zum Henker tust du dann ichts gegen die Zerstörung des Planeten?  
Gott:        Schau, lieber Prediger, ...

20.7.08 19:39


Gut und Böse

- "Gott, jetzt mal ehrlich, was ist gut und böse?"

- "Woher soll ich das wissen, das habt ihr Menschen euch einfallen lassen. Keine Ahnung was ihr damit bezweckt."

- "Ok, also Gut und Böse sind rein menschliche Erfindungen. Dann müste es ja auch egal sein, wenn man sich über diese Kathegorien hinwegsetzt. Ist ja nur eine rein intellektuelle Erfindung ohne Realitätswert."

- "Sicher."

- "Dann kann ich also einfach Menschen und Tieren Böses antun und du wirst mich nicht sofort in die tiefste Hölle verdammen?"

- "Ach Prediger, mach dir nicht immer ins Hemd. Ich bin ja auch nur eine Erfindung der Menschen."

- "Stimmt. Na dann is es völlig egal was ich wem antue?"

- "Genauso ist es. Nur solltest du nicht vergessen, dass du dir mit jeder Qual, die du anderen antust, egal ob Mensch oder Tier, auch selbst weh tust, denn alles, jede noch so kleine Milbe, befindet sich in ständiger Wechelwirkung mit der gesamten Umwelt. Alles kommt irgendwann in irgendeiner Form zurück."

- "Hmm. Für eine reine Erfindung bist du ziemlich besserwisserisch, Gott!"

- "Tja."

19.2.08 13:48


Die Plage

"Gott?"
"Ja, Prediger?"
"Wann kommt eigentlich die nächste Sintflut?"
"Hmm, eigentlich nie wieder. Ich hab mir das mit den biblischen Plagen überlegt. Und ich bin draufgekommen, dass es doch ziemlich blöd von mir wäre, die Menschen alle, bis auf wenige, auszurotten. Das dauert wieder so lange, bis die sich erholt haben."
"Soll das heißen, es gibt keine göttlichen Bestrafungen mehr?"
(Gott lacht) "Doch, doch, Prediger! Nur keine Angst. Aber ich habe mir etwas anderes überlegt. Paß auf:
Was liebt der Mensch noch mehr als sich selbst?"
"Na dich, Gott."
"Alter Arschkriecher, Prediger! Nein, jetzt mal im Ernst!"
"Hmm, ich hab keine Ahnung, Geld vielleicht?"
"Ja, das auch. Aber ich rede von seinen Haustieren. Von seinen Schoßhündchen und seinen Miezekätzchen."
"Ah, ich verstehe. Du willst die Haustiere mit einer fürchterlichen Plage ausrotten!"
"Nicht ganz, Prediger. Ich werde mir die Finger nicht schmutzig machen. Der Mensch wird das selbst tun und zwar aus Angst! Hehe!!"
"Und wie willst du das anstellen? Du hast doch gerade selbst gesagt, der Mensch liebt nichts mehr außer sich und seine Haustiere!"
"Ich sage nur: VOGELGRIPPE..."
"... Oh. "
6.3.06 17:45


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